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Cookies Cream – vegetarische Sterneküche

4. November 2018
Cookies Cream 2018

Das Cookies Cream - vegetarische Sterneküche

Das erste mal waren wir hier vor ca. 10 Jahren. Das muss kurz nach der Eröffnung des Cookies Cream gewesen sein. Damals führte ich noch eine Wochenendbeziehung und pendelte zwischen Bochum und Berlin.
Das Cookies war damals eines der aufregendsten Restaurants und ’so‘ Berlin für mich.

Hinter der Komischen Oper geht man durch den Innenhof, biegt dann um die Ecke und steht plötzlich vor einer Art Wareneingangstür. Man muss klingeln, wird aufgefordert seinen Namen zu sagen, dann wird erst Einlass gewährt.

Der Look des Restaurants, die kühlen Wände, das großartige Essen – all das faszinierte mich vom ersten Moment. So dass das Cookies, neben dem Rodeo Club, den es damals noch in der Kuppel des alten Postbahnhofs (ehem. C/O Pop) gab, für mich von diesem Moment an, mein all time favourite war.
Ein großer Jammer, dass dieses tolle Gebäude vom Postbahnhof nun ungenutzt und vor sich hingammelnd leer steht. Zum Glück gibt es das Cookies weiterhin.

Aber zurück zum Wesentlichen.

Irgendwann wurde der dazugehörige Cookies Club, in den man nach dem Essen noch ordentlich die Kalorien wieder runtertanzen konnte geschlossen. Dann kam die Dreaton Bar dazu. Eine großartige Bar, in der ich viele Abende mit tollen Drinks verbrachte. Aber auch diese ging und das Crackers kam. 

Nun ist einige Zeit vergangen, seitdem wir das letzte Mal im Cookies waren. Bis ich letzte Woche ein Date mit einer Freundin in meinen Kalender eintragen wollte.

Überraschung - Romantic Dinner

Denn dort war schon ein Eintrag. Na nu? Hatte ich einen Termin verschwitzt?

Romantic Dinner…las ich dort.

Ok, lachte ich, da hat der Herzmann sich wieder etwas Schönes ausgedacht.

Ob es mit Stern noch ist wie es einmal war, fragte ich mich.
Gestern war es dann so weit. Ich tippi toppi fertig gestyled und gespannt wie sonst was, ob das Cookies nach dem es endlich einen Stern (yuhuu) bekommen hat, noch hielt, was es versprach.

Die Speisekarte war für mich auf den ersten Blick dieses Mal nicht so unglaublich ansprechend. Ich bin da gerade auch etwas schwierig mit Essen (oh ha – ja, richtig, es könnte sein, dass da etwas Kleines kommt). Die Weinbegleitung musste ich also leider auslassen, dafür durfte der Mann ausreichend probieren.
Das Gericht, was mich spontan angesprochen hat, war das einzige, was ich nicht essen durfte. Ok, dachte ich mir, dann mal experimentieren und mutig sein. So switchte ich um auf
# vegetarischen Kaviar mit Avocado, Haselnuss und Majo
Flori wählte
# Lauch mit schwarzen Sesam, Meerrettich und Chip

Während Flori super begeistert von seiner Vorspeise war, fand ich meine gut, aber nicht herausragend. Die Majo war mir ein wenig zu viel im Mund, zu schwer für meinen Geschmack. Der Kaviar aus Algen hingehen toll.

Angerichtet war beides ganz zauberhaft.

Zur Hauptspeise wurde mir
# Bunte Beete mit Krapfen, Erbse und Shiso
für den Man
# Aubergine mit Maiscreme, Saubohnen und Papadam

kredenzt.

Die Anrichtung wieder ein Traum. Aber dieses Mal war einfach das Gericht auch ein absoluter Traum. Nie in meinem Leben habe ich so leckere rote Beete und eine so schmackhafte, traumhafte Soße gegessen. Ich brauche dieses Rezept liebes Cookies Team. Ohne kann ich nicht mehr leben. Wie man aus wenigen Zutaten so etwas erschaffen kann. Fruchtig und erdig zu gleich.

Auch Flori war schwer begeistert von der Zubereitung der Aubergine.

Die Wein- und non Alkoholbegleitung war sehr experimentell, aber gut.
Ich habe einen Mrs Rosy mit Rosmarin und Orange sowie einen Saft aus Granatapfel, Hibiskustee und Pfeffer bekommen. Beides echt super, hat mich aber trotzdem nicht über den fehlenden Wein hinweg getröstet.

Das Dessert - das i-Tüpfelchen?

Zum Dessert wählten wir

# Haselnuss Panna Cotta mit Brombeere , weißer Schokolade und Crunch sowie
# Fenchel mit Forelle, Essig und Hafer.
Letzteres hört sich erst einmal sehr strange für ein Dessert an. Forelle gab uns auch erstmal ein Rätsel auf. Die Lösung ist: es handelt sich hier um eine Birnensorte die sich Forelle nenn und in Form von Sorbet kam. Durch die Süße passte es wunderbar zum Fenchel und Hafer. Der Essig stach nicht besonders heraus, gab aber eine schöne Säure. Man könnte es auch als Vorspeise servieren, ist aber auch perfekt für Menschen, die nicht so Süßfratze sind wie ich. Ich fand es super spannend, mutig wie auch lecker und deswegen großartig.

Mein Haselnuss Panna Cotta war hingegen etwas langweilig. Es harmonierte alles, aber der Crunch mit der Soße und den Brombeeren war deutlich dominanter und leckerer. Jammern auf hohem Niveau. Es war trotzdem sehr gut – für mich aber nicht das Highlight.

Dreaming of Bunte Beete!

Dreaming of Bunte Beete forever
Toller Service – wohlfühlen

Bunte Beete forever

keine wirklichen – aber an den Stühlen muss was geändert werden, die sind leider mega unbequem

für ein Sternerestaurant völlig i.O

Bunte Beete forever und immer wieder ins Cookies Cream. Wer einen tollen Abend mit wahnsinnigem Essen, mal etwas anderen Weinen und Zutaten sowie besten Service verbringen möchte, muss hier hin.

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1 Comment

  • Reply Unsere Lieblingsrestaurants 2018 | eatberlin 8. Januar 2019 at 17:30

    […] von euch haben bestimmt meine Rezension über unseren letzten Besuch im Cookies Cream gelesen. Ein all time favourite, den wir uns nicht […]

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