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Waste free in Berlin

1. März 2018

Der Teufel trägt Plastik

Schon lange ist das Thema Plastikmüll ein großes bei mir. In diesem Post möchte ich euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, der euch hilft, im Alltag Plastik zu vermeiden. Außerdem gibt es einen großartigen Downloadlink mit einem Paper, das euch sagt, in welchen Kosmetikprodukten sich Plastik versteckt.

Wie man Plastik im Alltag vermeidet

Mich hat der Müll schon immer aufgeregt, aber vor vor einigen Jahren waren wir auf den Seychellen schnorcheln und waren schrecklich entsetzt über den Zustand des Meeres. Ein Ort, der eigentlich ein Paradies ist.  Überall trieb Müll herum, lag auf dem Meeresgrund und am Strand. Es war so traurig anzusehen. Hier spielt natürlich auch die Korrupte Politik eine große Rolle, die die eigentlich naturnahen Inselbewohner von der Natur entkoppeln zu scheinen. Die ist nicht der einzige Grund, das ist klar. Jedoch scheinen viele Menschen dort den Kontakt zur Natur zu verlieren. Hinzukommen Hotelketten, die direkt am Meer ihre Bunker bauen und die Touris, denen die Natur dort scheißegal ist. Hauptsache fettes Hotel und all inclusive.

Früher durfte erst ab 50m Entfernung vom Meer gebaut werden und schon gar nicht höher als die Palmen.

Wir sahen beim Tauchen, dass die  Riffe völlig zerstört sind und was wir auf Ausflügen mit anderen Touristen erlebt haben, möchte ich gar nicht beschreiben. Denn das macht mich immer noch wütend.

Verlässt man seine Komfortzone aka all inclusive Hotel, sieht man, wie es hinter den Kulissen in Wahrheit aussieht. Und das ist manchmal traurig. Aber im besten Falle auch wachrüttelnd.

Würden wir Fische essen, wäre dies wohl mittlerweile gesundheitsschädlich, weil sie so vollgestopft mit Plastik sind. Diesen Müll kann doch keiner mehr verantworten. Und dass ich mich tatsächlich entscheiden muss, ob ich nun die herkömmliche, wer weiß wie gezüchtete Gurke kaufe, die unverpackt ist oder die Bio-Gurke, die fett in Plastik eingeschweißt sind.

Ihr merkt, ein Thema, was mich aufregt und in Rage bringt und bei dem wir alle schauen müssen, dass wir diesen Müll vermeiden und sorge für unsere Umwelt und unsere Meere tragen.

In Körperpfelgeprodukten gehören die Mikroplastikteile eh verboten. Meiner Meinung nach. Man glaub ja gar nicht, wo sich alles Plastikteile drin tummeln.

Auf dem Instagramaccount Plasticfreemermaid kämpft Kate Nelson täglich für das Meer. Mit Säuberungs- und aufrüttelnden Aktionen. Ich finde es wahnsinnig toll und bemerkenswert, was sie und ihre Freunde auf die Beine stellen und vor allem Aufklärungsarbeit betreiben, in dem sie uns bildlich vor Augen führen, wie es um unsere Meere gestellt ist. Hier geht es zu ihrem Blog.

Wie man Plastik im Alltag vermeidet

Mittlweile gibt es einige gute Alternativen zu Plastikverpackungen oder Microplatiken:

Ich war nun endlich mal in Kreuzberg bei Original und Unverpackt. Ich bin wirklich begeistert. der Laden ist etwas klein und ich hoffe so sehr, dass er sich bald vergrößert.

Dadurch, dass man aber Fragen hat, manchmal Hilfe benötigt, z.B. beim Brot in die Tuppa zu stopfen, hat man ständig Kontakt mit den Menschen. Ein bisschen nostalgisch wird man da. Ich mag es gern.

Sogar den leckeren Tofu von den Tofu Tussies gibt es dort. Getränke und Joghurt in Glasbehältern und Öl etc. zum Selbstabfüllen sowie aluminiumfreie Deos, Seifen und Müsli zum Selbstmischen findet man. Mein Highlight, die Süßigkeiten Ecke, in der man wie am Kiosk früher bzw. der Kioskmann das Schüppchen nimmt und ordentlich ins Glas (Tütchen) schaufelt. Probiert die Strawberry Schoki! Megalecker.

Ein größeres Angebot von Obst und Gemüse fehlt mir persönlich, damit ich meinen ganzen Einkauf dort erledigen kann.

Auch wenn man keinen Original und unverpackt vor der Tür hat – Getränke, Milch, Senf, Honig, Sahne, Ketchup, Rothkohl, Sauerkraut etc. gibt es auch in Glasflaschen oder Gläsern. Hier muss nicht in Plastik oder Alu gekauft werden.

Oder kauft auf dem Markt ein.
Hier vermeidet ihr blöde Plastikverpackungen und Plastiktüten. Manche Supermärkte haben gar kein Verständnis dafür, wenn ich all mein Obst und Gemüse in eine Tüte packe, wenn keine Papiertüten vorhanden sind. Auf dem Markt ist das Gang und Gäbe.

Wie man zuhause Plastik vermeidet

# Mit den Zahnbürsten aus Bambus von Hydrophil, putzt ihr nachhaltig und 100% vegan eure kleinen Beisserchen, Diese gibt es sogar im Jahresabo.

# Ebenfalls aus Bio Bambus und vegan sind die Wattestäbchen von pandoo. Ebenfalls eine Option sind die Bio-Wattestäbchen aus Papier und Biobaumwollwatte von Ebelin.

# Zuhause kann man  Taschentücher aus dem Spender nutzen. Hier können die in Plastik verpackten vermieden werden.

# Strohhalme gibt es auch aus Papier. Lehnt die aus Plastik beim nächsten Drink doch einfach ab.

# Einen To Go Becher mit nehmen, anstatt einen Coffe To Go im Einwegbecher zu kaufen.

Paper - welche Hautpflegeprodukte Plasik enthalten

Seitdem wir ein Haus haben und gelbe Säcke benutzen haben wir einen guten Überblick über unseren Plastikmüll und ich muss sagen, dass wir uns ganz gut halten. dennoch haben wir alle 2 Wochen einen, ab und an auch mal 1,5 Säcke, die wir nach draußen stellen. Das kann noch weniger werden.

Gerade bei Kosmetik und Körperflege sehe ich noch sehr viel Potenzial, Plastik zu vermeiden.

Peelings und Deos aus der Drogerie o.ä. kommen mir gar nicht mehr ins Haus.

# Bei Ponyhütchen zum Beispiel könnt ihr eure Deo-Verpackungen wieder zurück bringen. Diese Deos möchte ich euch sowieso sehr ans Herz legen, da sie weder Microplastik noch Aluminium enthalten. Aber darüber mehr in einem anderen Artikel.

# Wer bei & Other Stories seine Kosmetikverpackungen zurück bringt, bekommt 10% Rabatt auf seinen Einkauf. Ein cooler Move.

# Eine wirklich sehr tolle Sache ist der Einkaufsratgeber vom BUND. Man ahnt ja gar nicht, dass sich in fast allen Körperpflege Produkten Plastik als wesentlicher Inhaltsstoff befindet. Igittigitt sag ich da nur.

Und weil die meisten von uns keine Chemiker sind und nicht an den ausgezeichneten Inhaltsstoffen auf den Verpackungen erkennen können, was sich im Produkt befindet, hat der BUND einen Einkaufsratgeber herausgegeben. Diesen gibt es als App und als Datei zum Download.

Mit dabei sind einige Produkte von balea (shame on you!), Avene, Aok, Nivea, Bebe, Dove, aber auch bei teuren, hochwertigen Marken wie Shiseido, La Roche-Posay, Clinique, Caudalie, Biotherm, Vichy, The body Shop, Benefit, Yves Rocher, Eucerin, Lóreal, Olaz und besonders erschreicken bei Babyartikeln von Penaten.

Geht´s eigentlich noch???

Ich freue mich sehr, wenn ihr euch die Liste einmal anschaut und diese Artikel künftig vermeidet. Nur so werden die Hersteller gezwungen zukünftig Plastik aus ihren Produkten herauszunehmen. So ist es halt schön billig und wenn keiner etwas sagt, warum sollte man es lassen?

# Ganz frisch entdeckt – bei Nudie Jeans in Mitt kannst du nicht nur deine Jeans zur Reperatur bringen, sondern auch deine alte zum Weiterverkauf abgeben und bekommst so einen dicken Rabatt auf deinen Neukauf. Sehr gute Idee und sicherlich ein ganz großes Plus für die Brandawareness.

# weniger Onlineshoppen – das muss ich unbedingt weniger machen. Der ganze Verpackungs-Müll, der sich immer in den Kartons befindet, ist echt nicht zu verantworten.

Ich hoffe, es war dein an oder andere Tipp für euch dabei, den ihr im Alltag umsetzen könnt. Ich freue mich sehr über weitere Tipps von euch, die und helfen, den Alltag etwas plastikfreier zu machen und damit die Meere sauberer zu halten.
Rock on, eure Denise

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