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Restaurant-Tipp || Herrschaftlich dinieren im India Club Berlin

29. Juni 2018

Richtig gut indisch essen, doch wo?

Geschafft. Spontan ist einfach immer am besten.
Aber von Anfang an. Meine Schwiegermutter liebt indisches Essen. Doch wo geht man in Berlin so richtig richtig gut zum Geburtstag indisch essen?

Einiges wurde mir bei google vorgeschlagen, doch ein Restaurant stach unter allen heraus. Es wurde hoch gelobt. Edel soll es sein, das beste indische Essen der Stadt. Im Adlon. Oder am Adlon? Das ging nicht so genau aus den Rezensionen hervor.

Hui, dachte ich mir. Vielleicht doch etwas zu schicky micky für meine Schwiegermutter, die es eher gemütlich mag, meinte der Mann. Also wurde das Essen im India Club erst einmal verschoben.

Der India Club Berlin

Nachdem es in den darauf folgenden Wochen nie in den Plan gepasst hat im India Club essen zu gehen, habe ich am Wochenende spontan nach einem Tisch geschaut und siehe da: yuhuu, es war noch etwas frei.

Da ich gelesen hatte, es sei im Adlon oder zumindest daran angeschlossen,
habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, das Adlon von innen einmal unter die Lupe zu nehmen. Ganz hübsch, die Aufzüge beeindruckend und als wir den Indian Club nicht fanden, erklärte mir dort jemand sehr nett, das der India Club gar nicht im Adlon, aber direkt um die Ecke sei.

Gar nicht so groß wie gedacht ist es. Schon indisch angehaucht, aber nicht kitschig. Dunkles Holz, große Kerzen, bunte Teller.
Und gar nicht so schicky micky. Da musste auch der Mann ganz schnell mal seine Meinung revidieren, der ja einige Vorbehalte hatte.

Nett sind sie, die Leute  im India Club  und sehr aufmerksam. Da
wird sogar das Weinglas ersteinmal weggenommen, bis der Aperitiv leer gesüppelt ist, damit man mehr Platz auf dem Tisch hat.

Aber kommen wir endlich mal zu den wirklich wichtigen Dingen.
Dem Essen.
Da verhält es sich bei mir so, wie mit Pizza essen, um diesen hinkenden Vergleich mal heran zu ziehen.
Pizza mag ich, aber ganz selten und nur wenn sie extrem gut ist.
Würde ich mir jetzt nicht zwingend beim Italiener bestellen. Lass ich mir eher nach hause liefern, wenn überhaupt.

Indisch mag ich, geh ich aber eher selten ins Restaurant. Was daran liegt,
dass es meist das übliche Einerlei hier in Deutschland gibt.

Und jetzt sitze ich hier und da kommt auch schon der Gruß aus der Küche.
3 Dipps mit Pappadam in Form von kleinen Hörnchen.
Der erste Dipp ist ein Mango Chutney, der zweite besticht durch eine Menge
leckerer Kräuter und der dritte Dip (unser Favourit) besteht aus
Tamarind-Soße und Melonenkernen. Wahnsinn. So lecker.

Als Aperitiv trinken wir einen Maracuja Sprizz. Der passt zum warmen Wetter und den Vorspeisen.

Vorspeise
Zur Vorspeise gibt es nämlich einen Mangosalat, der wunderschön angerichtet und so speziell gewürzt ist, dass ich mich hineinsetzen möchte. Mangosalat everyday.

Der Mann bekommt TANDOORI GOBI – Blumenkohl mit Frischkäse, Minze und grünem Chili. Lecker, aber wirklich nur etwas für hartgesottene, die es richtig scharf mögen.

Danach erstmal ein Bier. Und für mich den Riesling, bitte.
Bis zur Hauptspeise haben wir etwas Zeit zum Luft holen. Denn eigentlich
sind wir schon ganz schön satt. Die Atmo ist sehr angenehm und wir haben in schönes Gespräch. Genau zum richtigigen Zeitpunkt wird dann die Hauptspeise serviert.

Natürlich wird alles noch einmal erklärt und später noch einmal gefragt, ob
alles in Ordnung ist. Ist es, aber sowas von.

Die Hauptspeise
Ich hatte etwas Bedenken, dass ich nicht die Aubergine genommen haben, weil ich doch so ein Auberginen-Fan bin. Aber diese Bedenken machen sich nach der ersten Gabel vom Acker. Subzi Handi – Blumenkohl, Karotte, Bohne, Erbse, Zwiebel, Tomate und Garam Masala, mögen erstmal lapidar klingen. Ist es aber nicht. So fein auf den Punkt gewürzt, eröffnet sich ein wahres Geschmacksfeuerwerk auf meiner Zunge. ‚Ich flipp aus‘ sage ich nur noch und genieße.

Mein Gegenüber macht sich derweil an seinen Paneer Khas her – indischer Frischkäse, Rosine, Safran, grüner Chilli und Tomate sind auch sehr lecker, wenn mir auch ein wenig zu süß in diesem Augenblick. Was aber daran liegen kann, dass ich schon zu sehr in mein Gericht verknallt bin.

Das Dessert
Ja, das Dessert, das passte leider nicht mehr rein. Leider sage ich, weil ich es am Nebentisch gestalked habe. Und es sah mega aus. Richtig gut. Und ich mein so ein Nachtisch ist schließlich das i-Tüpfelchen und setzt dem ganzen meist nochmal die Krone auf.
In diesem Fall war das aber gar nicht nötig. Wird aber sicherlich beim nächsten Besuch im India Club Berlin nachgeholt.

ein Geschmacksfeuerwerk

Das Subzi Handi

keine Fails gefunden

€€€ schon ordentlich

Fazit

Es ist viel, auch wenn es nicht so aussieht.
Es ist super lecker und sieht auch lecker aus.
Es hat seinen Preis, aber der ist es wert.
Vegetarische und sogar vegane Optionen werden nicht abgewehrt, sondern selbstverständlich möglich gemacht. Nicht protzig, sondern angenehm, obwohl der India Club schon eher hochpreisig ist. Das Personal immer mit einem ehrlichen Lächeln hilfsbereit und aufmerksam. Er also mal so richtig toll indisch essen möchte: es ist toll, probiert es aus.

Keine Werbung, ich habe mein Essen selbst bezahlt. Irgendwie doch Werbung,
weil Markennennung. Ach, versteh einer diese Vorschriften.

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